Eine Kokosfaschine ist ein dichter Zylinder aus Kokosfaser in einem Netz. Am Fuß eines Ufers verlegt, nimmt sie Wellen- und Strömungsenergie auf, hält Sediment zurück und gibt Pflanzen einen geschützten Platz zum Wurzeln. Während sich die Faschine langsam zersetzt, übernimmt das Wurzelgeflecht die Arbeit.
Wo Kokosfaschinen wirken und wo nicht
Kokosfaschinen eignen sich für Bach- und Seeufer, Feuchtgebiete und Küstenufer mit langsam bewegtem Wasser. Das Alaska Department of Fish and Game hält fest, dass sie für Bereiche mit hoher Fließgeschwindigkeit nicht empfohlen werden und am besten in Kombination mit anderen Begrünungsmethoden wirken, nicht als einzige Fußsicherung. Das Gewässerhandbuch einer gemeinnützigen Organisation sagt es einfach: Sie halten geringeren Fließgeschwindigkeiten stand, sind aber keine Lösung für starke Erosion.
Typische Größen
Die Küstenschutzbehörde von Massachusetts beschreibt Kokosrollen mit 12 bis 20 Zoll (etwa 30 bis 50 cm) Durchmesser und typischerweise 10 bis 20 Fuß (3 bis 6 m) Länge. Kleinere Durchmesser passen zu geschützten Standorten, größere zu exponierten Standorten und steileren Ufern. Dichter gepackte Faschinen bieten anfangs mehr Schutz, lockerere lassen sich stärker bepflanzen.
Schritt für Schritt
- Untergrund vorbereiten. Steine und Treibgut entfernen. Die Faschine muss auf ganzer Länge Bodenkontakt haben; sie darf nie Lücken zwischen Steinen oder Unebenheiten überbrücken. Bei niedrigem Wasserstand arbeiten.
- Faschine einbetten. Am Böschungsfuß etwa auf Höhe des normalen Wasserstands in einen Graben legen. Die Empfehlungen reichen von einem flachen Graben von etwa 5 cm bis zum Eingraben von zwei Dritteln des Durchmessers; tieferes Einbetten verhindert Aufschwimmen und Unterspülen.
- Beidseitig verpflocken. Ein Einbauhandbuch verwendet Holzpflöcke von 5 × 5 cm (2 × 2 Zoll), 0,9–1,2 m (3–4 Fuß) lang, zwei an jedem Ende und dann wechselseitig etwa alle 30 cm (1 Fuß). Der Abstand ist an die Standortbedingungen anzupassen.
- Festbinden. Die Faschine mit Seil oder Draht zwischen den Pflöcken sichern, dann die Pflöcke bündig mit der Oberkante der Faschine einschlagen.
- Stöße und Enden ausbilden. Faschinen stirnseitig mit Naturkordel verbinden. Enden eingraben oder ins Ufer einbinden: Freiliegende Enden sind eine häufige Schadensursache.
- Bepflanzen. Etwa alle 30 cm Pflanzballen in die Faschine setzen. Liegt die Faschine über dem Wasser, hilft es, einen Monat oder bis zur Durchfeuchtung zu warten, damit die Ballen anwachsen.
Was zu erwarten ist
Veröffentlichte Leitfäden geben für Kokosfaschinen eine Lebensdauer von etwa drei bis sieben Jahren an, je nach Fülldichte und Exposition des Standorts. In dieser Zeit wachsen die Wurzeln durch die Faser in den Boden dahinter. Nach Hochwasser und Stürmen kontrollieren, Bindungen nachziehen, verlorene Pflöcke ersetzen und Auskolkungen früh verfüllen.
Arbeiten unterhalb der Hochwasserlinie sind oft genehmigungspflichtig. Klären Sie die örtlichen Anforderungen vor Baubeginn.
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Quellen
- Alaska Department of Fish and Game: Streambank protection, coir logs
- Left Hand Watershed Center, Stream Handbook: Coir logs with tubelings
- Massachusetts Office of Coastal Zone Management: Coir rolls on coastal banks (fact sheet)
- Mississippi Watershed Management Organization: Bank restoration installation manual